Aktuell

Neuerrungen Steuererklärung 2017                               30.11.2017

Seit dem 1. Januar 2017 unterliegt bei einer innerkantonalen Verlegung des Wohnsitzes oder des Sitzes die natürliche oder juristische Person gemäss § 190 Abs. 1 des Steuergesetzes (StG) für die ganze Steuerperiode der Gemeindesteuerpflicht der neuen Gemeinde (Zuzugsprinzip).

Auf den 1. Januar 2017 wurde zudem die Verordnung über die Rückerstattung der Verrechnungssteuer angepasst. Dies führt dazu, dass die Verrechnung der Verrechnungssteuer neu mit den Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode erfolgt, in welcher die Verrechnungssteuer angefallen ist und nicht erst mit den Staats- und Gemeindesteuern der Folgeperiode. 



Praxis zum Abzug von Vermögensverwaltungskosten wird angepasst        29.08.2017 

Ab Steuerperiode 2018 ändert die Praxis zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Pauschalgebühren für drittverwaltete Depotwerte von über Fr. 2‘000‘000. Als Vermögensverwaltungskosten können neu Fr. 6‘000 plus die Hälfte der um den Betrag von Fr. 6‘000 reduzierten Pauschalgebühr in Abzug gebracht werden.

Für Vermögensverwaltungskosten von drittverwalteten Wertschriften bis zu Fr. 2‘000‘000 bleibt die bisherige Praxis unverändert: Anstelle des Nachweises der effektiv bezahlten abzugsfähigen Kosten können für die Verwahrung und Verwaltung von Wertschriften (ohne Darlehen und Bankguthaben aller Art) sowie für das Erstellen des Steuerverzeichnisses durch Dritte weiterhin pauschal 3‰ des Steuerwerts der durch Dritte verwalteten Wertschriften des Privatvermögens, maximal jedoch Fr. 6‘000 abgezogen werden.

Von der neuen Praxis betroffen sind demgegenüber drittverwaltete Depotwerte von über Fr. 2‘000‘000, für deren Verwaltung eine Pauschalgebühr erhoben wird, die sich nicht in abzugsfähige und nicht-abzugsfähige Kosten aufteilen lässt. In diesen Fällen können neu maximal Fr. 6‘000 plus die Hälfte der um den Betrag von Fr. 6‘000 reduzierten Pauschalgebühr in Abzug gebracht werden.

Diese Anpassung der Weisung des kantonalen Steueramtes über die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Verwaltung von Wertschriften des Privatvermögens wurde durch einen Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich vom 31. Januar 2017 veranlasst.
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Kein Ausgleich der kalten Progression

Die Tarife und Abzüge der Einkommens- und Vermögenssteuer werden auch für die nächsten zwei Jahre nicht der Teuerung angepasst. Seit dem letzten Ausgleich der kalten Progression auf Anfang 2012 war die Teuerung negativ. Diese wird gemäss Steuergesetz nicht ausgeglichen.  

Seit Anfang 2013 gelten für den Ausgleich der kalten Progression im Steuergesetz neue Bestimmungen. Die Finanzdirektion gleicht die Teuerung gemäss Landesindex der Konsumentenpreise bei den Abzügen und Tarifen der Einkommens- und Vermögenssteuer jeweils auf den Beginn der zweijährigen Staatssteuerfussperiode aus, das nächste Mal also auf den 1. Januar 2018.

Massgebend ist dabei jeweils der Indexstand im Mai des Vorjahres, wobei eine negative Teuerung nicht zu einer Anpassung führt. Ein Ausgleich erfolgt in einem solchen Fall erst wieder, nachdem die negative Teuerung aufgeholt und effektiv eine Teuerung eingetreten ist. Für die erste Anwendung der neuen Bestimmungen gilt dabei der Stand, bis zu dem letztmals die Teuerung ausgeglichen worden ist.

Beim letzten Ausgleich auf den 1. Januar 2012 wurde der Index per Dezember 2011 auf 162,7 Punkte geschätzt. Seither lag der Index im Stichmonat jeweils unter diesem Stand – im Mai 2013 bei 159,9 Punkten, im Mai 2015 bei 158,3 Punkten und nun auch im Mai 2017 bei 158,4 Punkten. Somit liegt weiterhin eine negative Teuerung vor, weshalb auch auf Anfang 2018 kein Ausgleich der kalten Progression erfolgt.

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Säule 3a Beiträge 2017

Alle Erwerbstätigen haben die Möglichkeit, einen bestimmten Betrag pro Jahr auf das Vorsorgekonto 3a bei ihrer Bank oder ihrer Versicherung einzubezahlen. Dieser Beitrag kann in der Steuererklärung als Abzug vom steuerbaren Einkommen erfasst werden. Man unterscheidet zwischen:

Erwerbstätige mit Pensionskasse (BVG) Maximalbetrag: CHF 6’768

Erwerbstätige (Selbständige) ohne BVG Maximalbetrag: CHF 33'840
(max. 20 % des AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens)

Wer über ein entsprechendes Einkommen verfügt  dem empfehle ich, jeweils den Maximalbetrag in die 3. Säule einzuzahlen. Dieser kann vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden und führt zu einer erheblichen Steuereinsparung und dient gleichzeitig der Alzersvorsorge
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Quellensteuertarife 2017 unverändert

Die auf den 1. Januar 2014 beschlossenen Quellensteuertarife 2014 gelten unverändert auch für das Steuerjahr 2017. 

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Steuerliche Behandlung von Negativzinsen auf Einlagen bei Banken 

Negativzinsen, die auf Einlagen bei Banken oder Sparkassen anfallen, stellen im Privatvermögen abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten dar. Negativzinsen qualifizieren nicht als Schuldzinsen, da sie auf Guthaben und nicht auf Schulden erhoben werden. Sie fallen im Zusammenhang mit der Verwaltung von beweglichem Kapitalvermögen an und stellen somit Vermögensverwaltungskosten dar.

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Anpassung der Weisung und des Merkblatts über Sozialabzüge und Steuertarife

Die Weisung der Finanzdirektion über Sozialabzüge und Steuertarife und das Merkblatt des kantonalen Steueramtes über die Gewährung von Sozialabzügen und die Anwendung der Steuertarife bei Familien wurden an die erfolgten Gesetzesänderungen angepasst. Die angepasste Weisung der Finanzdirektion (ZStB Nr. 20/004) und das angepasste Merkblatt des kantonalen Steueramtes (ZStB Nr. 20/013) berücksichtigten die auf den 1. Januar 2015 in Kraft getretene Teilrevision des Steuergesetzes, mit welcher die Besteuerung bei gemeinsamer elterlicher Sorge nicht gemeinsam besteuerter Eltern neu geregelt bzw. an die seit 1. Januar 2011 gültige Regelung bei der direkten Bundessteuer angeglichen wurde. Bei Kindern unter gemeinsamer elterlicher Sorge nicht gemeinsam besteuerter Eltern wird neu der Kinderabzug hälftig aufgeteilt, wenn keine Unterhaltsbeiträge geltend gemacht werden. Der Verheiratetentarif steht in diesen Fällen dem Elternteil zu, der mit dem Kind zusammenlebt und aus dessen versteuerten Einkünften der Unterhalt des Kindes zur Hauptsache bestritten wird.
Die angepasste Weisung und das angepasste Merkblatt finden ab der Steuerperiode 2015 Anwendung
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